candla1.gif (7440 Byte)candla1.gif (7440 Byte)candla1.gif (7440 Byte)

Es waren zwei Königskinder

1. Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb; sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war so tief, das Wasser war viel zu tief.
2. "Ach, Liebster, könntest du schwimmen, so schwimm doch herüber zu mir! Drei Kerzen will ich anzünden, und die sollen leuchten dir. Die sollen leuchten dir."
3. Das hört ein falsches Nönnchen, die tät, als wenn sie schlief; sie tat die Kerzlein auslöschen, der Jüngling ertrank so tief. Der Jüngling ertrank so tief.
4. "Ach Fischer, liebster Fischer, willst du verdienen großen Lohn, so wirf dein Netz ins Wasser und fisch mir den Königssohn. Und fisch mir den Königssohn."
5. Er warf das Netz ins Wasser, er ging bis auf den Grund; er fischte und fischte so lange, bis er den Königssohn fand. Bis er den Königssohn fand.
6. Was nahm sie von ihrem Haupte? Ein goldne Königskron: "Sieh da, du wohledler Fischer, hast dein verdienten Lohn! Hast dein verdienten Lohn."
7. Was zog sie von ihrem Finger? Ein Ringlein von Gold so rot: "Sie da, du wohledler Fischer, kauf deinen Kindern Brot! Kauf deinen Kindern Brot."
8. Sie schwang sich um ihren Mantel und sprang wohl in die See: "Gut' Nacht, mein Vater und Mutter, ihr seht mich nimmermeh! Ihr seht mich nimmermeh."

Aus: Deutsche Volkslieder - Singstimme und Klavier, Hrsg. Bernd Pachnicke, Editions Peters, Leipzig
Worte: in Varianten aus Westfahlen, vom Niederrhein und anderen Gegenden bekannt.
Weise: Volkslied, früheste Version handschriftlich durch Dr. Bothe mitgeteilt (1804)
Satz: Lorenz Stolzenbach (1974)
MIDI-Sequenz: Stefan Leder (1997)


Zurück Gästebuch Feedback